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Mikrozement verarbeiten

Weitere Informationen finden Sie im technischen Datenblatt zu den jeweiligen Produkten auf unserer Webseite. In den Mikrozement-Sets ist alles enthalten, was Sie zum Auftragen des Mikrozements benötigen. Für ein optimales Ergebnis auf allen Untergründen empfehlen wir die Verwendung einer Haftbrücke.

Bitte arbeiten Sie sauber, mit gereinigte, Werkzeug, Handschuhen und einem Schuhschutz!

Je nach gewähltem System (3-Komponenten-, Pulver-Wasser- oder Verarbeitungsfertig) entfällt das Anmischen von Pigmenten/Polymeren. Achten Sie bei Mehrkomponenten-Systemen auf grammgenaues Abwiegen, um Farbabweichungen zu vermeiden.

Bevor Sie mit dem ersten Arbeitsschritt beginnen, stellen Sie sicher, dass die Umgebungsbedingungen stimmen. Mikrozement ist ein physikalisch und chemisch reagierender Baustoff – Temperatur und Luftfeuchtigkeit haben direkten Einfluss auf das Ergebnis:

  • Raum- und Untergrundtemperatur: Optimal verarbeiten lässt sich Mikrozement bei +15 °C bis +25 °C. Bei kälteren Temperaturen verzögert sich die Trocknung extrem; bei höheren Temperaturen bindet das Material zu schnell ab.
  • Sonne & Zugluft vermeiden: Arbeiten Sie niemals bei direkter Sonneneinstrahlung oder starkem Durchzug. Zugluft entzieht der Oberfläche zu schnell die Feuchtigkeit, was zu Hautbildung, Ansätzen oder feinen Mikrorissen führen kann.
  • Zügiges Arbeiten („Nass-in-Nass“): Planen Sie zusammenhängende Flächen so ein, dass Sie diese ohne Unterbrechung durcharbeiten können. Wer mitten auf der Fläche eine Pause macht, riskiert spätere Übergänge und Kanten.
  • Sauberkeit & Werkzeug: Staub und Krümel auf dem Boden ruinieren das Finish. Arbeiten Sie nur mit sauberem, edelstahlfreiem Spezialwerkzeug (wie einer venezianischen Glättkelle), um dunklen Metallabrieb auf dem Mikrozement zu vermeiden.

Der Aufbau

  • 2 Schichten PU-Siegel
  • je nach wünsch Schleifen und Grundieren
  • 2. Schicht Mikrozement
  • je nach wünsch Schleifen und Grundieren
  • Mikrozement Schicht 1
  • Haftbrücke (Quarz-Haftgrund oder Epoxid mit Gewebenetz und Sand)
  • Untergrund (Fliese, Estrich, Holz)

Mikrozement-Verarbeitung in 7 Schritten

1

Fläche ebenen

Bereiten Sie Ihre zu Oberfläche vor und ebnen Sie den Untergrund.

2

Haftgrund auftragen

Tragen Sie den Haftgrund auf und lassen Sie die Oberfläche trocknen.

3

1. Schicht auftragen

Mikrozement-Komponenten je nach Mikrozement-System mischen und erste Schicht auftragen (ggf. Pigmente beisetzen)

4

Fläche grundieren

Oberfläche nach Bedarf schleifen, vom Staub befreien und mit Primer grundieren

5

2. Schicht auftragen

Die zweite Schicht der Mikrozement-Komponenten auftragen und trocknen lassen.

6

Mikrozement schleifen

Schleifen Sie die Oberfläche, nach Wunsch und Bedarf.

7

Oberfläche versiegeln

Oberfläche versiegeln (Kopfversiegelung)

Kurzanleitung

  1. Haftbrücke auf Wand/Boden auftragen
  2. Mikrozement-Komponente je nach System wiegen und zusammensetzen
  3. Die Mikrozement-Mischung etwa 3 Minuten rühren
  4. Erste Schicht etwa 0,5 bis 1 mm stark auftragen
  5. Wand/Boden mit 40 Körnung schleifen
  6. Fläche grundieren
  7. Schritte 4 bis 6 wiederholen
  8. 2 Komponenten des PU-Siegels vermischen und Fläche zweimal versiegeln

Ausführliche Standard-Anleitung

Die Arbeitsschritte „Auftragen“, „Schleifen“, „Grundieren“ sollten Sie 2-mal ausführen. Jede Schicht sollte zwischen 0,5 bis 1 mm betragen. In Summe sollten die gesamte Schichtstärke nicht größer als 2 bis 3 mm sein.

Die Vorbereitung

Die Vorbereitungsphase ist immer die Wichtigste.

Der Untergrund wird, wie bei anderen Oberflächenveredelungen (Fliesen, Tapeten, Farbe, etc.) entsprechend aufbereitet. Die meisten Probleme treten auf, wenn die Vorbereitung des Untergrunds nicht ausreichend durchgeführt wurde. Der Untergrund muss sauber, eben und tragfähig sein. Es dürfen keine Risse, Farben oder andere Rückstände vorhanden sein. Es ist zudem darauf zu achten, dass alle Flächen nivelliert sind. Mikrozement wird in 2 mm Dicke, je nach Schicht, aufgetragen und kann den Untergrund nicht ausbessern oder ausgleichen. Risse können mit Epoxidharz und Glasfasermatten überbrückt werden. Durch die Behandlung wird sichergestellt, dass die Risse nicht in die Mikrozementfläche übertragen werden.

  • Der Untergrund muss glatt, eben und tragfähig sein.
  • Für Wandflächen empfehlen wir eine Vorbereitung in der Maler-Güteklasse Q3 oder Q4

Je glatter der Untergrund vorbereitet ist, desto einfacher lässt sich die erste Schicht Mikrozement gleichmäßig verarbeiten und desto weniger Material werden Sie verbrauchen.

Optionale Methoden

Wann optional: Bei stabilen Wänden oder Böden im Trockenbau oft nicht zwingend nötig.

Wann dringend empfohlen: Auf Holz-Untergründen (z. B. OSB/Multiplex), Fußbodenheizung oder Übergängen verschiedener Baustoffe.

Warum erklären? Es verhindert Risse durch Baustoffbewegungen. Ein wichtiger Praxistipp hierzu: Sehr feines Gewebe nutzen, da sich sonst der Materialverbrauch der Basisschicht drastisch erhöht.

Saugen allein reicht oft nicht, um den ultrafeinen Schleifstaub aus den Poren zu holen. Ein nebelfeuchtes Tuch (ohne Reinigungsmittel) verbessert die Haftung der nächsten Schicht spürbar.

Haftgrund auftragen

Sie müssen den Untergrund nach der Ausbesserung der Flächen grundieren.

Die Grundierung dient zu Abdichtung und verbessert die Haftung der nachfolgenden Schritte. Die passende Grundierung sorgt dafür, dass der Untergrund dem Mikrozement nicht die Feuchtigkeit entzieht. So kann er in Ruhe aushärten und behält seine Festigkeit und Haftung. Haftgrund dichtet die Fläche ab. Zusätzlich enthält der er Quarzsand, das eine Oberflächenrauheit erzeugt, die das weitere Arbeiten erleichtert. Besonders geeignet auf alten glatten Flächen, wie Fliesen, Steinen oder Keramiken, die eine glatte Oberfläche aufweisen. Die Grundierung sollte 1 bis 2 Mal mit einer Malerquast, Walze erfolgen und ist abhängig von der Saugfähigkeit des Untergrundes.

  • Pausieren Sie den Arbeitsschritt für 2 – 3 Stunden.

Bei kritischen, stark saugenden oder gerissenen Untergründen (wie altem Estrich oder Fliesen) empfehlen wir eine Absicherung mit Epoxidharz und Sandeinstreuung. Dadurch entsteht eine extrem belastbare Haftbrücke.

1. Schicht auftragen

Mikrozement-Komponenten je nach System mischen und erste Schicht auftragen (ggf. Pigmente beisetzen)

Nachdem die Haftbrücke aus Haftgrund vollständig trocken ist, tragen Sie die erste Schicht von Mikrozement auf und bilden damit die Nivellierschicht. Als passende Werkzeug verwenden Sie dafür venezianische Edelstahl-Spachtel. Das Material wird gleichmäßig mit kurzen, halbrunden und entschlossen Bewegungen mit einer Kelle in einer Schichtdicke bis 1 mm aufgetragen. Arbeiten Sie zügig und orientieren Sie sich an der Verarbeitungszeit den jeweiligen Mikrozement–Sorte.

  • Nach vollständiger Trocknung (ca. 3 – 8 Stunden) können Sie mit dem nächsten Schritt fortfahren.

Fläche immer ohne Unterbrechung zügig durcharbeiten, um sichtbare Kanten zu vermeiden

Mikrozement schleifen

Jetzt ebenen Sie die Oberfläche der ersten Schicht.

Zu diesem Zweck verwenden wir langsame mechanische Schleifmaschinen vor allem Exzenterschleifer. Wir verwenden Keramische-Schleifpapiere mit Abstufungen von 40 bis 60 Körnung für diesen Gang. Der Schleifeffekt ist abhängig von der Arbeitstechnik, Druckkraft, Rotation des Schleifgerätes und Körnung des Schleifpapiers.

Fläche erneut grundieren

Oberfläche wurde nach Bedarf geschliffen und von Staub befreit. Nun kann mit Primer grundiert werden.

Vor dem Auftragen des Mikrozements saugen Sie die Fläche ab und reinigen Sie die zuvor geschliffene Fläche mit feuchtem Tuch ab. Danach befeuchten Sie leicht den Untergrund mit dem Primer.

  • Im Idealfall lassen Sie die Fläche etwa 12 Stunden trocknen.

2. Schicht auftragen

Die zweite Schicht der Mikrozement-Komponenten auftragen und trocknen lassen.

Sie tragen die letzte Schicht des Mikrozements genau wie in den Schritten zuvor auf. Verwenden Sie dabei die gleiche Technik, Werkzeug und ähnliche Dicke wie zuvor.

  • Nachdem diese Fläche ebenfalls vollständig getrocknet ist, können Sie fortfahren.

Optionale Methoden

Wann? Ca. 30–60 Minuten nach dem Auftragen der finalen Mikrozement-Schicht (sobald das Material leicht angezogen, aber noch formbar ist).

Wie? Die Fläche leicht mit sauberem Wasser aus einer Sprühflasche benebeln und mit der venezianischen Glättkelle im steilen Winkel mit sanftem Druck überfahren.

Vorteil: Schließt feine Mikroporen, erzeugt traumhafte Wolkeneffekte/Marmorierungen und erspart das aufwendige Trockenschleifen der Zwischenschicht fast vollständig.

Wann? Nach der letzten Schleifrunde und vor dem eigentlichen 2K-PU-Versiegelungslack.

Vorteil: Der Sealer Saugspannungen aus. Er verhindert, dass der teure PU-Siegel stellenweise zu schnell tief einsaugt, was sonst zu dunklen Flecken oder einer ungleichmäßigen Glanzstufe führen kann.

Mikrozement schleifen

Schleifen Sie die Oberfläche, nach Wunsch und Bedarf.

Schleifen Sie die Oberfläche in der vorgegebenen Zeitspanne erneut. Bitte verwenden Sie hier Keramische-Schleifpapiere ab 120 Körnung, oder feiner je nach gewünschten Effekt.

Optionale Methoden

Wie? Die neue Velours- oder Mikrofaserrolle vor der Verwendung gründlich mit Malerkrepp/Klebeband abrollen oder kurz mit sauberem Wasser auswaschen und trocknen lassen.

Vorteil: Verhindert, dass lose Fabrikationsfusseln im frischen PU-Lack eiteln und die glatte Oberfläche ruinieren.

Wann? Nach dem Aushärten der ersten 2K-PU-Lackschicht (Körnung 220–400 oder ein feines Schleifvlies).

Vorteil: Beseitigt mini Staubschlüsse, die sich beim Trocknen der ersten Lackschicht abgesetzt haben. Das Ergebnis fühlt sich danach samtweich („Haptik-Finish“) an.

Oberfläche versiegeln

Oberfläche versiegeln (Kopfversiegelung)

PU-Siegel-Lack sollte vor Gebrauch geschüttelt werden. Der Härter-Komponente B (kleinere Flasche) sollte der Komponente A in dem vorgegebenen Mischverhältnis vermischt werden. 2 Minuten gründlich mischen. Anwendungen unterscheiden sich leicht, je nachdem, welcher PU-Siegel zum Einsatz kommt. Die Anwendung sollte bei einer Temperatur von mindestens 15 °C erfolgen.
Tragen Sie während der Anwendung Schutzmasken. Der Untergrund sollte vor dem Auftragen trocken und sauber sein, frei von Staub und anderen Verunreinigungen. Das Auftragen sollte mit einer hochwertigen Velourrolle in einer gleichmäßigen Schicht erfolgen, sodass keine Streifen entstehen. Nach dem Trocknen des Materials legen Sie die zweite Schicht genauso wie die erste ein. Genaue Zeitvorgaben, entnehmen Sie dem beiliegenden technischen Datenblatt des PU-Siegels.

Um zu prüfen, ob der Mikrozement durchgetrocknet ist, können Sie den Fingertest verwenden. Dafür fahren Sie vorsichtig mit einem sauberen, trockenen Finger über die Oberfläche. Fühlt sich die Fläche noch kühl, leicht feucht oder gar ein wenig klebrig an, braucht der Mikrozement noch Zeit. Ist die Oberfläche hingegen durchgehend matt, gleichmäßig trocken und fühlt sich fest an, ist das ein gutes Zeichen.

Auch ein sanftes Reiben mit dem Finger verrät viel: Wenn sich nichts abfärbt, schmiert oder abkreidet, spricht das dafür, dass der Trocknungsprozess weitgehend abgeschlossen ist. Am besten testen Sie an einer unauffälligen Stelle und wenn Sie unsicher sind, warten Sie lieber ein paar Stunden länger.

Ergänzende Antworten zur Mikrozement-Verarbeitung (FAQ)

Muss ich bei der Verarbeitung im Bad/in der Dusche bestimmte Normen beachten?

Ja, im Nassbereich (wie Duschen oder Wandflächen rund um die Badewanne) gilt in Deutschland die DIN 18534 für Innenraumabdichtungen.

Wichtig zu wissen: Mikrozement gilt trotz seiner Versiegelung als dekorative Deckschicht und nicht als alleinige Bauwerksabdichtung.

Vor dem Auftragen des Mikrozements muss der Untergrund im direkten Spritzwasserbereich fachgerecht mit einer zugelassenen Abdichtung (z. B. Dichtschlämme oder Flüssigfolie) sowie Dichtbändern an den Wand-Boden-Stoßkanten und Dichtmanschetten an den Armaturen geschützt werden. Erst auf diese getrocknete Abdichtungsschicht wird die passende Haftbrücke aufgetragen.

Spachteltechnik im Bad anwenden

Kann ich den Trocknungsprozess mit Wärme beschleunigen?

Nein, bitte auf keinen Fall. Mikrozement benötigt eine gleichmäßige und kontrollierte Trocknung, damit die chemische Erhärtung (Hydratation) der Zementpartikel und Harze vollständig ablaufen kann.

Wenn Sie Heizlüfter, Bautrockner oder direkte Sonneneinstrahlung nutzen, entziehen Sie dem Material zu schnell die Feuchtigkeit. Das führt zu Mikro-Rissen, ungleichmäßigen Verfärbungen und einer deutlich verringerten Endfestigkeit. Optimal sind Raumtemperaturen zwischen 15 °C und 25 °C bei normaler Durchlüftung.

Warum brauche ich eventuell mehr Material als angegeben?

Die Mengenangaben auf den Sets sind unsere Erfahrungswerte In der Praxis existieren es drei Hauptfaktoren, die den Verbrauch erhöhen können:

  1. Untergrund: Ein rauer, poröser oder unebener Untergrund benötigt in der ersten Schicht deutlich mehr Material.
  2. Saugverhalten: Stark saugende Untergründe nehmen mehr Feuchtigkeit und Bindemittel auf.
  3. Werkzeug & Technik: Wer mit zu viel Druck oder steilem Kellenwinkel arbeitet, trägt stellenweise dickere Schichten auf als die empfohlenen 1 bis 1,5 mm.

Empfehlung: Planen Sie bei unebenen Flächen oder Erstprojekten stets eine Reserve von ca. 10–15 % Material ein.

Mikrozement harmonisch auftragen

Die erste Schicht sieht fleckig aus oder hat dunkle Schlieren – habe ich etwas falsch gemacht?

Keine Sorge, das ist völlig normal. Mikrozement ist ein lebendiger Werkstoff. Während des Trocknens gibt das Material unterschiedlich schnell Feuchtigkeit an die Umgebung und den Untergrund ab, was zu temporären Flecken oder dunklen Zonen führt.

Zudem entstehen durch den Druck der Glättkelle gewollte verdichtete Stellen, die für das spätere wolkige „Beton-Finish“ sorgen. Erst nach dem Aushärten der zweiten Schicht, dem finalen Feinschliff und dem Trocknen der 2K-PU-Versiegelung stellt sich das endgültige, homogene Farbbild ein.

Gewollte Effekte erzeugen

18 Kommentare zu „Mikrozement verarbeiten“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    habe gerade auf Ihrer Internetseite „gestöbert“ und würde das Material gerne in der Küche als Rückwandverkleidung im Bereich Kochen und Spülen einsetzen.
    Derzeit ist ein bestehender Kalkzementputz bzw. in Teilen noch alter Reibeputz als Untergrund vorhanden.
    Wir wollen nun mit einen eingespachtelten Gewebe die Wand egalisieren und einen einheitlichen Untergrund für den Mikrozement schaffen. Welches Material empfehlen SIe für diese Gewebespachtelung?

    Gerne höre ich wieder von Ihnen.

    Beste Grüße
    Andreas Rieder

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Rieder,
      es gibt viele gute Hersteller von Renovierungsspachtelmassen auf dem Markt, wie zum Beispiel: Ardex oder PCI.
      Ich persönlich würde hier den ARDEX R1 Renovierungsspachtel verwenden.
      Zuerst würde ich die Wand mit eine Haftbrücke: F-Kontakt versehen und danach diese entsprechend mit dieser Spachtelmasse und Gewebenetz verputzen.

      https://www.ardex.de/produkte/wandspachtelmassen/produktdetails/ardex-r-1

      Mit freundlichen Grüßen
      Katarzyna Hoffmann

    • Hallo,

      ich würde einen Fasadenspachtel auch als WDVS Armierungskleber bekannt verwenden. Aber Achtung wen dieser durchgehärtet ist, ist der kaum noch schleifbar. Gewebe sollte auch rein.

      Die Arbeitsschritte sind die gleichen wie an der Fassade, also mit Zahntraufel aufziehen Gewebe rein und Glätteflügel/Fassadenspachtel 40-60 cm glätten. Aufbau wird ca. ab 3mm.

    • Hallo Herr Seifert,
      entschuldige, ich verstehe Ihre Frage hier nicht.
      Was lautet hier Ihre Frage genau?

      Liebe Grüße
      K. Hoffmann

  2. Hallo und guten Morgen,
    ich hätte gleich zwei Fragen wenn genehm. Kann ich zwischen den Arbeitsschritten die Flächen mit Wasser reinigen? Sind hohe Aussentemperaturen eher positiv oder negativ?

    Antworten
    • Hallo,
      Mit feuchtem Lappen können Sie die Flächen vom Staub befreien. Hier sauberes Wasser und Mikrofasertuch verwenden.
      Vermeiden Sie die höheren Temperaturen, während Sie den Mikrozement verarbeiten. Zu schnelle Trocknung kann dazu führen, dass der Mikrobeton nachher spröde wird.
      Nicht in strahlende Sonne arbeiten.
      Ansonsten spielen hier die Temperaturunterschiede keine Rolle.

      Liebe Größe
      K.Hoffmann

  3. Guten Tag

    Stimmt das, wenn angenommen der fertige Boden oder Wände von unten Feuchtigkeit bekommt, versiegelt mit 2-Komp.
    Verfärbt sich dann das Produkt und diese Verfärbung bleibt so, also er trocknet wohl wieder aus, aber die Flecken bleiben.

    Besten Dank
    Wolfgang Potocnik

    Antworten
  4. Hallo, ich habe vor den Mikrozement in meinem Bad, auf die vorhandenen Fliesen aufzutragen. Ist das möglich oder muss ich zuvor die Fliesen z.B. egalisieren mit Aufputzspachtel o.Ä., und anschließend wie oben verfahren oder müssen die Fliesen zwingend weg?

    Antworten
    • Hallo! Ja, Mikrozement kann direkt auf bestehende Fliesen aufgetragen werden, vorausgesetzt, sie sind rissfrei und haften fest am Untergrund. Es wird empfohlen, sowohl die Fugen als auch die Fliesenoberflächen zu ebnen. Insbesondere bei Bodenfliesen ist die Verwendung einer speziellen Basisausgleichsmasse (unser „Base“-Produkt) ratsam, um Druckfestigkeit, Beständigkeit und Haftfestigkeit sicherzustellen.

      LG Hoffmann

  5. Guten Tag! Ich habe eine anstehende Badezimmer-Renovierung vor. Dabei wäre ein fugenloser Boden angedacht. z. Zt. besteht ein Fließenden. Wenn man Mikrozement darüber legt, sollte man in die Ausgleichmasse durchgehen ein Gitter bei der Gundierung einlegen?

    Antworten
    • Guten Tag! Bei der Verwendung von Mikrozement auf einem bestehenden Fließestrichboden ist es ratsam, ein Armierungsgitter einzulegen, wenn die Ausgleichsmasse aufgetragen wird. Dieses Gitter verbessert die Stabilität und minimiert das Risiko von Rissen im Mikrozement durch Bewegungen oder Spannungen im Untergrund. Es ist wichtig, dass der Untergrund gut vorbereitet, rissfrei und eben ist, bevor Sie mit der Grundierung und dem Auftragen des Mikrozements beginnen.

      LG Hoffmann

  6. Guten Tag,

    wir haben ein winziges Bad, i welchem wir sehr gern mikrozement aufbringen wollen.
    Es ist jetzt alles abgedichtet (Vlies und Dichtschlämme – unten drunter ist Estrich (Boden)/Putz (Mauerwerk)/GK (Vorwand)
    Frage 1:
    Ich würde jetzt überall nochmal Haftgrund auftragen und dann mit Base samt Glasfasergewebe spachteln + schleifen
    Dann Haftgrund und Mikrozement wie angegeben.
    Richtig?
    Frage 2:
    Ich möchte gern ein ruhiges Oberflächen-Bild haben, also nicht so viel Struktur oder Putzbewegungen im Mikrozement sehen.
    Muss ich dafür etwas beachten?

    Antworten
    • **Frage Nummer 1:**
      Auf den Untergrund wird zuerst eine Haftgrundierung aufgetragen, gefolgt von einer BASE – Beschichtung (Base). Bevor mit dem Mikrozement begonnen wird, ist keine zusätzliche Haftgrundierung erforderlich. Sobald die BASE- Beschichtung mit einer GRUND-Grundierung versehen ist, kann direkt mit dem Mikrozement begonnen werden.

      **Frage Nummer 2:**
      Für eine ruhige Oberfläche mit weniger Struktur oder Putzbewegungen im Mikrozement empfehlen wir unseren GORAL-Mikrozement. Dieser sorgt für ein besonders gleichmäßiges und homogenes Erscheinungsbild.

  7. Hallo, wir würden gerne unsere Küchenarbeitsplatte mit Mikrozement beschichten. Ist das möglich Und wie ist hier die Haltbarkeit? Haben sie Kooperationspartner – welche diese Aufgabe übernehmen könnten?
    Herzlichen Dank

    Antworten
    • Mikrozement kann problemlos auf eine Küchenarbeitsplatte aufgetragen werden. Zunächst muss die Oberfläche der Arbeitsplatte sorgfältig angeschliffen oder angeraut werden, um eine optimale Haftung zu gewährleisten. Anschließend wird eine Haftbrücke, wie beispielsweise unsere *KontaktPro*, aufgetragen, gefolgt von zwei Schichten Mikrozement.

      Dieses Verfahren kann, bei entsprechendem handwerklichen Geschick, selbst durchgeführt werden und erfordert nicht zwingend die Beauftragung eines Fachhandwerkers. Mikrozement zeichnet sich durch seine hohe Widerstandsfähigkeit und Kratzfestigkeit aus, was zu einer langen Lebensdauer des Produkts beiträgt.

      Regelmäßige Pflege ist wichtig, um die Beständigkeit und Optik langfristig zu erhalten.

  8. Hallo, wir würden den Mikrozement gerne direkt auf den neuen Fließestrich auftragen. Wird hier eine Ausgleichsmasse benötigt? Und wie muss der Wandanschluss aussehen wenn man keine Sockelleiste möchte?

    Antworten
  9. Hallo zusammen,

    wir würden gerne Mikrozement direkt auf den neuen Fließestrich drauf spachteln. Benötigen wir hier noch Vorarbeiten und wie sieht der Wandanschluss aus wenn man keine Sockelleiste haben möchte? Ich habe hierzu mal ein Detail gesehen in dem eine Fugenschnur über den Randdämmstreifen gedrückt wurde und dieser wurde dann über spachtelt?

    Danke und Grüße
    Samuel

    Antworten
    • Hallo Samuel,

      vielen Dank für deine Frage! Es ist großartig, dass du Mikrozement auf Fließestrich anwenden möchtest. In der Regel sind einige Vorarbeiten notwendig, um eine optimale Haftung zu gewährleisten. Dazu gehört, dass der Fließestrich gut durchgetrocknet und sauber ist. Ein Anschliff und das Auftragen einer Haftgrundierung sind ebenfalls empfehlenswert, um die Haftung zu verbessern und die Saugfähigkeit des Estrichs zu minimieren.

      Was den Wandanschluss betrifft, wenn du keine Sockelleiste verwenden möchtest, ist die Idee mit der Fugenschnur über dem Randdämmstreifen eine gängige Methode. Diese Technik hilft, eine saubere und flexible Verbindung zwischen dem Boden und der Wand zu schaffen. Anschließend kannst du den Mikrozement über die Fugenschnur und den Randdämmstreifen spachteln.

      Ich hoffe, das hilft dir weiter! Wenn du noch weitere Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung.

      Viele Grüße Hoffmann!

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