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Mikrozement als Boden

Ein Fußboden soll langlebig und leicht zu reinigen sein. Zudem sollten Schäden leicht ausgebessert bzw. der komplette Boden einfach zu erneuern sein. All dies kann Mikrozement als Bodenmaterial. Damit konkurriert das Material unter anderen mit Fliesen, Parkett oder Vinyl. Im Artikel erwarten Sie einleitende Informationen zum von uns bevorzugten Material.

Unterschied Betonboden und Mikrozementboden

Ein wohnliches Ambiente mit einem Boden aus Zement zu erzeugen, klingt im ersten Moment eventuell eigenartig. Stellt man sich Zement meist als graue Einheitsmasse vor. Allerdings verbindet Mikrozement eher der Name und nicht das Ergebnis. Auch ein Boden aus Beton oder Estrich ist etwas anderes.

Betonboden = geschliffene rohe Betonfläche

Bei der Herstellung eines Bodens aus Beton wird wesentlich mehr Material aufgetragen, die Schichtstärke beträgt im Haus bis zu 10 Zentimeter. Der Boden in einer Garage wird häufig etwa doppelt so stark erbaut. Die Herstellung und Verarbeitung geschieht auf konventioneller Weiße und die Farbe wird durch den verwendeten Beton vorgegeben. Nuancen werden über das Beifügen von Pigmenten verändern. Nach dem Auftragen wird die Oberfläche mit großen und schweren Schleifgeräten samt Diamantscheiben geschliffen und poliert. Anschließend wird der Boden mit einem PU-Siegel, mit einem Harz aus Epoxid, gewachst oder geölt. All diese Mittel besitzen spezifische Vor- und Nachteile.

Estrichschleifgerät erzeugt viel Staub
Estrichschleifmaschine erzeugt viel Staub

Aufgrund der benötigten Geräte erzeugen die Arbeiten unangenehm viel Staub und ist nur auf großen Flächen praktikabel anwendbar. Zudem ist das Auftragen und Schleifen zeitintensiv und für den Endverbraucher nur in Einzelfällen durchführbar. Die Gefahr von Spannungsrissen können Sie nur bedingt vermeiden, eine Untergrundbehandlung ist ratsam.

Mikrozement = vielseitig einsetzbare mineralische Beschichtung

Wenn Sie dagegen Mikrozement für Ihren Boden verwenden, beträgt der Aufbau unter 2 Millimeter. Daher eignet sich das Material sehr gut für eine nachträgliche Verwendung, da Übergänge von vorhandenen Türen oder zu anderen Untergründen keine Schwierigkeiten verursachen. Eine Untergrundbehandlung ist ebenfalls ratsam. Nur durch diese Vorbereitung werden Sie eine maximal stabile, belastbare und risshemmende Deckschicht erhalten. Bei der Farbwahl sind Sie flexibel. Bei unserem F-Floor Mikrozement beispielsweise können Sie aus 18 unterschiedlichen Farben wählen. Ebenfalls wählen können Sie zwischen verschiedenen Arten der Gestaltung, wir nennen dies Mikrozement mit Effekten und zeigen auf der entsprechenden Unterseite den Marmor- Wolken-, Struktur- und Stempeleffekt.

Bevor Sie den Mikrozement-Fußboden nutzen können, müssen Sie die Oberfläche versiegeln. Hierzu werden Öle, Wachse oder PU-Siegel verwendet. Die entstehende Oberflächenstruktur ist wesentlich feiner als bei einem Betonboden und weist keine Poren auf.

Tipp

Soll der Mikrozement-Boden direkt auf den Estrich aufgetragen werden, empfiehlt sich eine Verstärkung des Estrichbetonbodens mittels Glasfasern bei der Erstellung direkt. Der einfacher Vorgang beugt die Rissbildung vor und die nachfolgenden Arbeiten sind einfacher erledigt.

Mikrozement Fußboden im Vergleich mit anderen Böden

  • Geringe Aufbauhöhe, von unter 3 Millimetern

Gegenüber Fliesen, die inklusive Kleber eine Aufbauhöhe von etwa 2 cm erreichen, können Sie mit Mikrozement einen Aufbau im Millimeter-Bereich erzeugen. Dies ist ideal, wenn vorhandene Untergründe verändert werden sollen, ohne vorhandene Türen kürzen zu müssen. Eine Vor- bzw. Aufbereitung des Untergrunds ist zu empfehlen, denn nur dadurch erreichen Sie ein planbares und hochwertiges Ergebnis. Eine unpassende Untergrundbeschaffenheit ist einer der häufigsten Gründe dafür, dass Fliesen reißen oder sich Fugen lösen. Existiert keine Entkopplung zwischen Untergrund und Oberbelag, können Risse auf die Oberfläche durchschlagen. Eine flexible Ausgleichsmasse beugt dieser Gefahr vor.

  • Mikrozement ist hart und flexibel zugleich

Fällt Ihnen ein schwerer Gegenstand herunter, werden Sie keine Veränderung im Fußboden erkennen. Gleichzeitig bleibt das Mikrozement flexibel, dass es Bewegungen des Untergrundes abfängt und ausgleicht. Diese Flexibilität behält das Material auch bei hohen Temperaturdifferenzen.

  • Wärmeleitfähiger als Parkett, Fliesen oder Laminat

Wärme überträgt sich konstant und ohne spürbare Verluste, wodurch Mikrozement der ideale Untergrund für Fußbodenheizungen darstellt. Das Wärmeempfinden wird als äußerst angenehm beschrieben.

  • Hart und abriebfest

Der fertiggestellte Boden benötigt bis zu 28 Tage, um seine komplette Härte zu erreichen. Diese Trocknungszeit können Sie, im Gegensatz zu einem Holzboden, für das Schleifen nutzten. Bereits nach wenigen Stunden können Sie den Fußboden mit einer Korngröße von 40 schleifen. Zur Fertigstellung erfolgt die Politur.

  • Fugenloser Bodenbelag

Zur Verlegung werden keine Fugen eingearbeitet und als weiteren Vorteil, können Sie Mikrozement beispielsweise auf Treppen auftragen. So erhalten Sie ein durchgängige und einheitliche Bodenbeschichtung.

  • wasserbeständig bis wasserfest

Ob Sie im Bad, der Küche oder im Wohnzimmer eine Betonoptik erreichen wollen, der Verlegung sind kaum Grenzen gesetzt. Mikrozement ist beständig gegenüber Wasser und kann ebenso komplett wasserdicht hergestellt werden, wodurch sich das Material für den Nassbereich eignet.

So setzen Sie Ihren Mikrozement-Boden um

Beginnen Sie immer mit einer objektiven Beurteilung des Ist-Zustands. Bei dieser Einschätzung können Sie sich Hilfe von einer Fachkraft holen, auch wenn Sie die folgenden Schritte selbständig umsetzen möchten.

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Der Untergrund

Der Untergrund muss komplett durchgetrocknet sein. Gerade bei frisch verlegtem Estrich sollten Sie, vor den weiteren Arbeiten, die Restfeuchte fachgerecht überprüfen. Alternativ verlängern Sie die angegeben Trocknungszeit – meist drei bis vier Wochen – um einen trockenen Untergrund vorzufinden. Risse im Untergrund stellen das Kryptonit einer jedweden Oberfläche dar.

Je gerader und ebener eine Oberfläche ist, desto leichter lässt sich diese nutzen. Prüfen Sie daher Ihren Untergrund ausgiebig auf seine Beschaffenheit. Liegt der Neigungswinkel im Toleranzbereich oder sollte nachgearbeitet werden? Kritische Untergründe werden beispielsweise mit Glasfasernetzen und Nivelliermasse ausgeglichen.

Tipp

Für Fußböden empfehlen wir das Gießen einer kunststoffvergütete sowie glasfaserverstärkte Ausgleichsmasse, die mit einem Armierungsgewebe verstärkt wird.

Ich verwende für Betonböden PCI Periplan und PCI Periplan Extra auf Holz- oder OSB-Untergründen. Je nach Ausgleichsmasse kann diese bis zu 30 mm in einem Arbeitsgang ausgeglichen. Ein bedingtes Gefälle, wie es in der Dusche vorherrschen muss, wird mit einer standfesten Spachtelmasse erzeugt. Ich verwende für diese Arbeiten PCI STL 39.

Die Entkopplung zwischen verschiedenen Materialien ist essenziell.

Jeder Fußbodenbelag muss zu den Wänden hin und zu anderen Materialien entkoppelt werden. Dehnungsfugen müssen bis zum Oberbelag hin übernommen werden. Wenn Ihr Bad einen Fußboden aus Mikrozement erhalten soll und der Flur mit Vinyl ausgelegt wird, müssen Sie beide Materialien zueinander entkoppeln. Typischerweise werden hierzu Profile aus Edelstahl oder Kunststoff eingearbeitet, da dies einen homogenen Raumübergang erzeugt. Dehnungsfugen aus dem Untergrund müssen Sie ebenfalls auf diese Art erzeugen und können Sie nicht in das Mikrozement einarbeiten. Das System würde seine Wirkung verlieren. Damit die Übergänge arbeiten können, müssen die Dehnungsprofile in den Estrich sowie in die Ausgleichsmasse eingebracht werden. Ausführlich beschrieben haben wir diese Arbeiten im Artikel: Wie sollte der Untergrund für das Mikrozement beschaffen sein?

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Der Bodenaufbau

Der Beschreibung des Bodenaufbaus mit Mikrozement liegen zwei Bereiche zugrunde: Haftbrücke und Base.

Die Haftbrücke

Genauer, die Quarz-Haftgrundierung erzeugt eine raue Oberfläche, wodurch eine optimale Griffigkeit für die nachfolgenden Schichten erreicht wird. Zudem wird die Saugfähigkeit des Untergrundes abgesperrt, was bei der Verwendung von Primer nicht geschieht. Verwenden Sie einkomponentigen Haftgrund (F-Kontakt, IT-Kontakt und Kontakt Pro) auf bestehenden Belägen, wie Fliesen, Putz-, Gips- und OSB-Platten, Estrich- und Betonboden. Der Untergrund muss standhaft und rissfrei sein. Erfüllt Ihr Untergrund diese Kriterien nicht, oder befindet sich der Boden in einem Feuchtraum, sollten Sie eine Haftbrücke aus Epoxid (IT-Pox) verwenden.

Die Mikrozement Base

Durch die spezielle Untergrundvorbereitung – daher Base bzw. Mikrozement Base genannt – verbessern Sie die Druck- und Abriebfestigkeit des Untergrundes. Für besonders stark beanspruchte Böden erhalten Sie zudem die Möglichkeit ein Armierungsgewebe einzuarbeiten. Hierfür spachteln Sie die Base auf Ihren Untergrund, legen das Gewebe darauf und spachteln die Einheit erneut. Dadurch steigt der Verbrauch der Base, um die Stärke des Gewebes, an. Durch die sehr geringe Körnung der Masse lassen sich Unebenheiten bis zu 1 mm ausbessern. Für unebener Flächen sollten Sie auf Ausgleichsmasse zurückgreifen.

Unser Mikrozement benötigt kein Finish

Die Finalisierung

Ein Finish – das Auftragen einer letzten Deckschicht – ist bei der Verwendung unseres Mikrozements nicht notwendig. Dieses ist bereits vollkommen belastungsfähig und deckend. Die Verwendung einer Base ist nicht zwingend notwendig. Wir empfehlen das Auftragen der Base, um kleine Unebenheiten alter Fliesen samt Fugen oder bei grobem Estrich, auszugleichen. Alternative Systeme setzten beim Finish auf eine Einheit mit äußerst feiner Korngröße. Das Auftragen kann dazu führen, dass die darunter liegende Schicht durchschimmert und Sie für ein deckendes Ergebnis mehrere Schichten auftragen müssen.

Die Oberflächenversiegelung

Böden werden zu jederzeit mechanisch belastet, ob mit Möbeln, Rädern oder durch die allgemeine Nutzung. Daher muss ein Fußboden aus einem härteren Material bestehen, als beispielsweise eine Wand. Zudem muss dieser beständig gegenüber Flüssigkeiten (Feuchtigkeit) sein und punktuellem Druck trotzen. Wenn Sie Möbelstücke auf einem weichen Fußboden (Auslegeware, Linoleum) nach einer gewissen Zeit verrücken, bleiben häufig Abdrücke zurück. Diese sind zumindest unschön.

PU-Siegel verschlissen die Poren der Oberfläche, wodurch diese beständig und strapazierfähig wird.

Damit Ihr Mikrozement-Boden widerstandsfähig gegen solche äußere Einflüsse wird, sollte zum Abschluss ein Siegel aufgetragen werden. Wir verwenden hierzu wasserbasierende PU-Siegel auf zweikomponentiger Basis. Im Gegensatz zu lösemittelhaltige Siegel sind diese für Allergiker geeignet und dünsten nach dem Auftragen nicht aus. Im Raum können Sie direkt weiter arbeiten.

Da lösemittelhaltige PU-Siegel den Untergrund härter und beständiger gegen äußere Wirkungen werden lassen, empfehlen wir unseren zweikomponentigen Polyurethanlack für den Außenbereich. Der Untergrund erhält eine robuste Schutzschicht und der Geruch verfliegt schneller, als in Innenräumen.

Beide Versiegelungen sind UV-beständig und vergilben nicht. Fachhandwerker kombinieren häufig beide PU-Siegelvarianten, um den Mikrozement-Boden und sich selbst vor wirklich allen Eventualitäten zu schützen. Dadurch erreichen sie eine hundertprozentig dichte Oberfläche und können bei Nachfragen darauf verweisen. Dabei wird die erste und zweite Schicht mit dem lösemittelhaltigen PU-Siegel (PU-Siegel 2K Außen) aufgetragen, anschließend wird ein wasserbasierendes PU-Siegel (PU-F2K, PU-IT2K) verwendet. Achten Sie in dieser Konstellation besonders intensiv auf die Trocknungszeiten zwischen den Arbeitsschritten.

Beliebt ist dieses Plus an Sicherheit im Feuchtraum und bei stark beanspruchten Untergründen, wie Duschen, Badewannen oder Pools. Dem Privathandwerker genügt die 99,9 % sichere Versiegelung auf Wasserbasis.

Ihr Boden soll eine neue Optik erhalten?

Sollte Ihr Boden aus einem Mikrozement-System nicht mehr Ihrem optischen Empfinden entsprechen oder eine raue Oberfläche besitzen, können Sie den Siegel erneut auftragen. Vorher dem vorhandenen Oberflächensiegel anschleifen, Staub entfernen und den entsprechenden PU-Siegel neu aufbringen.

Besteht ihr derzeitiger Boden aus einem anderen Material, erfolgt der typische Grundaufbau: Untergrundvorbereitung, zwei Schichten Mikrozement auftragen und versiegeln.

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